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Digitale Souveränität: Was ist das und warum ist sie wichtig für Ihr Zertifikatsmanagement?

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Digitale Souveränität: Was ist das und warum ist sie wichtig für Ihr Zertifikatsmanagement? 

In den Chefetagen Europas braut sich eine stille Revolution zusammen. Führungskräfte der Technologiebranche erkennen eine ernüchternde Realität: Die von ihnen aufgebaute digitale Infrastruktur – im Wert von Milliarden und tragend für ganze Volkswirtschaften – ruht auf Fundamenten, die sie nicht kontrollieren. Der Übeltäter? Zertifikatsmanagement und die darin verborgenen Abhängigkeiten. 

Klingt dramatisch? Vielleicht. Doch während europäische Unternehmen die versteckten Abhängigkeiten in ihrer digitalen Infrastruktur entdecken, stellen viele eine unbequeme Frage: Wer kontrolliert eigentlich unsere Online-Identität? 

Was digitale Souveränität tatsächlich bedeutet 

Digitale Souveränität ist nicht einfach nur eine weitere technische Anforderung, die auf Ihrer Compliance-Checkliste abgehakt werden muss. Es geht um Macht und Kontrolle in ihrer praktischsten Form: Wer trifft Entscheidungen über die digitale Präsenz Ihres Unternehmens? Wessen Regeln bestimmen Ihre Daten? Und ganz entscheidend: Wer kann die Verbindung unterbrechen, wenn geopolitische Spannungen zunehmen? Im Kern umfasst digitale Souveränität drei entscheidende Ebenen:

  • Physische Infrastruktur (Hardware und Netzwerke) 

  • Code und Standards (die Regeln des digitalen Spiels) 

  • Datenflüsse (welche Informationen wohin fließen und wer sie kontrolliert) 

Für europäische Organisationen steht viel auf dem Spiel. Die EU hat dies mit ambitionierten Gesetzen wie dem Digital Markets Act, dem Digital Services Act und dem AI Act erkannt – allesamt mit dem Ziel, Europa in einer von amerikanischen und chinesischen Technologiekonzernen dominierten Welt digitale Autonomie zu sichern. 

Warum sollte dich das interessieren?  

Sie denken vielleicht: „Mein Geschäft läuft gut, warum sollte ich etwas ändern?“ Berechtigte Frage.  

Wir malen Ihnen ein Bild: 

Stellen Sie sich vor, Sie leiten ein großes europäisches Finanzinstitut. Ihre Sicherheitssysteme sind auf dem neuesten Stand der Technik. Ihre Rechenzentren arbeiten hocheffizient. Ihr Compliance-Team hat alle Vorschriften penibel eingehalten. Doch es gibt einen Haken: Die digitalen Zertifikate, die Ihre gesamte Online-Präsenz (Ihre Websites, Ihre APIs, Ihre interne Kommunikation) authentifizieren, werden von Zertifizierungsstellen (CAs) in den USA ausgestellt. Sie haben sich nichts weiter dabei gedacht. Schließlich nutzt sie jeder, oder? 

Tatsächlich zeigen Studien, dass über 75 % der von EU- und BRICS-Organisationen verwendeten Zertifikate von Zertifizierungsstellen in den USA stammen. Und dann stellen Sie eines Morgens fest, dass diese Zertifikate aufgrund eines eskalierenden diplomatischen Konflikts widerrufen wurden. Über Nacht können Ihre Kunden nicht mehr auf Ihre Dienste zugreifen. Ihre internen Systeme zeigen Warnmeldungen an. Ihre digitale Identität ist praktisch ausgelöscht.

„Das ist doch weit hergeholt!“, mögen Sie einwenden. Stimmt das wirklich? „Die meisten CIOs wären schockiert, wenn sie wüssten, wie viel ihrer digitalen Identität von ausländischen Unternehmen kontrolliert wird“, heißt es in einer aktuellen Studie des Europäischen Parlaments. „Diese Zentralisierung schafft strategische Schwachstellen, die in Zeiten regulatorischer Änderungen oder geopolitischer Spannungen ausgenutzt werden könnten.“ 

Tatsächlich sind diese scheinbar unscheinbaren digitalen Dateien die Ausweisdokumente des Internets. Sie authentifizieren Ihre Websites, sichern Ihre Kommunikation und schaffen Vertrauen in Ihre digitalen Dienste. Ohne sie hört Ihre Organisation praktisch auf, online zu existieren. 

Die Browser-Gatekeeper 

Die Machtverhältnisse werden noch deutlicher, wenn man bedenkt, wer letztendlich entscheidet, welche Zertifizierungsstellen vertrauenswürdig sind: die Browserhersteller. 

Ihre digitalen Zertifikate sind nicht nur technische Formalitäten; sie sind die Passkontrolle des Internets. Sie entscheiden darüber, wer hineinkommt, wer draußen bleibt und wer sensible Informationen austauschen darf.

Wenn ein Nutzer Ihre Website aufruft, verlässt sich sein Browser nicht einfach auf Ihre Angaben. Er überprüft Ihr Zertifikat, verfolgt es bis zur ausstellenden Zertifizierungsstelle zurück und trifft in Sekundenbruchteilen eine Entscheidung: Vertrauen oder nicht.

Man bedenke Folgendes: Die Unternehmen, die bestimmen, welchen Zertifizierungsstellen dieses Vertrauen zusteht, sind überwiegend amerikanische Technologiekonzerne. Google, Mozilla, Microsoft, Apple – sie entscheiden, welche Zertifizierungsstellen in die Vertrauensspeicher ihrer Browser aufgenommen werden.

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Erfahren Sie, wie Evertrust Ihnen bei der effizienten und sicheren Verwaltung Ihrer Zertifikate helfen kann.

Selbst wenn Ihr Land eine eigene Zertifizierungsstelleninfrastruktur aufbaut, bleibt es von diesen Kontrollinstanzen abhängig. Ohne deren Zustimmung sind Ihre Zertifikate so wertlos wie Papyrusrollen. 

Die Kontrolle zurückgewinnen  

Die gute Nachricht: Europäische Organisationen verfügen nun über praktikable Alternativen. Eine neue Generation europäischer Zertifikatsmanagement- und PKI-Lösungen bietet Möglichkeiten, Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig globale Kompatibilität zu gewährleisten.   

Nehmen wir das Zertifikatsmanagement als Beispiel. Europäische Lösungen wie Evertrust CLM bieten ein umfassendes Zertifikatslebenszyklusmanagement, das sowohl mit europäischen als auch mit internationalen PKIs kompatibel ist. Dadurch behalten Sie die Transparenz und Kontrolle über Ihre Zertifikate und reduzieren gleichzeitig die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern.

Europäische PKI-Lösungen wie Evertrust PKI bieten Ihnen die volle Kontrolle über Ihr Zertifikats-Ökosystem – von der Ausstellung bis zum Widerruf. Diese Lösungen wurden unter Berücksichtigung europäischer Werte und Vorschriften und unterstützen Unternehmen bei der Einhaltung der EU-Vorgaben.

Diese Lösungen zwingen Organisationen nicht zu einer binären Entscheidung zwischen europäischer Isolation und amerikanischer Abhängigkeit. Stattdessen bieten sie differenzierte Ansätze, die Souveränität und globale Interoperabilität in Einklang bringen.

Erstellung Ihres Fahrplans zur Zertifikatssouveränität 

Wenn Ihnen digitale Souveränität wichtig ist, erfahren Sie hier, wie Sie die Kontrolle über Ihr Zertifikatsökosystem zurückgewinnen können: 

1. Ermitteln Sie Ihre Abhängigkeiten 

Beginnen Sie mit einer umfassenden Prüfung Ihres Zertifikatsbestands. Welche Zertifikate besitzen Sie? Wer hat sie ausgestellt? Wo sind sie im Einsatz? Was würde passieren, wenn sie plötzlich widerrufen würden? 

Die meisten Unternehmen entdecken Hunderte oder Tausende von Zertifikaten, deren Existenz ihnen unbekannt war. Jedes dieser Zertifikate stellt eine potenzielle Sicherheitslücke dar. Das Discovery-Modul von Evertrust CLM automatisiert diesen Prozess und findet Zertifikate in Ihrem gesamten Netzwerk – selbst solche, die in vergessenen Bereichen Ihrer Infrastruktur verborgen sind. Die Netzwerk-Scan-Funktionen identifizieren Zertifikate unabhängig von ihrem Einsatzort und liefern Ihnen so ein vollständiges Bild Ihrer Zertifikatslandschaft – ohne den üblicherweise erforderlichen monatelangen manuellen Aufwand. 

2. Governance-Rahmenbedingungen schaffen 

Digitale Souveränität erfordert klare Richtlinien, Rollen und Entscheidungsstrukturen. Definieren Sie, wer für Entscheidungen im Zertifikatsmanagement verantwortlich ist, und legen Sie Richtlinien fest, die technische, wirtschaftliche und souveräne Aspekte berücksichtigen. 

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Die Richtliniendurchsetzungsfunktionen von Evertrust CLM ermöglichen es Ihnen, diese Governance-Rahmenwerke in automatisierte Regeln zu übersetzen. Sie können festlegen, welche Zertifizierungsstellen zulässig sind, welche kryptografischen Algorithmen verwendet werden dürfen und wer Zertifikate anfordern oder genehmigen darf – alles im Einklang mit Ihren Souveränitätszielen und regulatorischen Anforderungen. 

3. Entwerfen Sie Ihren Zielzustand 

Entwerfen Sie auf Basis Ihrer Risikoanalyse und strategischen Prioritäten eine Zertifizierungsinfrastruktur, die die Souveränität stärkt und gleichzeitig Ihre betrieblichen Anforderungen erfüllt. Dies kann die Nutzung europäischer Zertifizierungsstellen für kritische Infrastrukturen, die Implementierung von Multi-CA-Strategien oder die interne Abwicklung bestimmter Zertifizierungsfunktionen umfassen. 

Evertrust PKI bietet Ihnen die Flexibilität, diesen hybriden Ansatz umzusetzen. Sie können Ihre eigene PKI für besonders sensible Anwendungen betreiben und gleichzeitig Zertifikate externer Anbieter über eine einzige Schnittstelle verwalten. Dies ermöglicht einen schrittweisen Übergang zu mehr Souveränität ohne Betriebsunterbrechungen. 

4. Schrittweise implementieren 

Transformieren Sie Ihr Zertifikats-Ökosystem systematisch. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die wichtigsten Zertifikate: diejenigen, die zentrale Geschäftsfunktionen und sensible Daten schützen. Implementieren Sie ein modernes Zertifikatslebenszyklusmanagement, um das Risiko von Unterbrechungen während der Umstellung zu minimieren. 

Die Automatisierungsfunktionen von Evertrust CLM ermöglichen einen reibungslosen Übergang zwischen Zertifizierungsstellen. Die Erneuerungsprozesse können Zertifikate automatisch ersetzen, sobald sie ablaufen, und so eine methodische Migration ohne Serviceunterbrechungen gewährleisten. Gleichzeitig lässt sich Evertrust PKI parallel zu bestehenden PKI-Lösungen einsetzen und ermöglicht so eine schrittweise Einführung im Zuge der Weiterentwicklung Ihrer Souveränitätsstrategie. 

5. Überwachen und anpassen 

Zertifikatssouveränität ist kein einmaliges Ergebnis, sondern ein fortlaufender Prozess. Überwachen Sie Ihr Zertifikatsökosystem kontinuierlich, passen Sie sich an sich ändernde Vorschriften an und bleiben Sie wachsam gegenüber geopolitischen Entwicklungen, die Ihre digitale Souveränität beeinträchtigen könnten. 

Das Monitoring-Dashboard von Evertrust CLM bietet Ihnen Echtzeit-Einblicke in Ihr Zertifikats-Ökosystem und benachrichtigt Sie über bevorstehende Ablaufdaten, Richtlinienverstöße oder ungewöhnliche Zertifikatsaktivitäten. Die Berichtsfunktionen ermöglichen es Ihnen, Ihre Fortschritte bei der Erreichung Ihrer Souveränitätsziele zu verfolgen und Handlungsfelder zu identifizieren. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 

Digitale Souveränität erfordert weder die vollständige Demontage Ihrer IT-Infrastruktur noch die Abkopplung von globalen Netzwerken. Sie beginnt damit, Ihre Abhängigkeiten zu verstehen und praktische Schritte zu unternehmen, um die kritischsten zu beheben. Für viele europäische Organisationen stellt das Zertifikatsmanagement einen idealen Ausgangspunkt dar 

  • Die Risiken sind zwar erheblich, aber beherrschbar 

  • Es gibt europäische Alternativen, die ausgereift sind 

  • Die Umsetzung kann schrittweise erfolgen 

  • Die Vorteile reichen über die Souveränität hinaus und umfassen Sicherheit, Compliance und operative Effizienz 

Lösungen wie Evertrust CLM und Evertrust PKI bieten praxisnahe Wege in die Zukunft und ermöglichen es Unternehmen, ihre digitale Souveränität zu stärken und gleichzeitig die Verbindungen aufrechtzuerhalten, die für moderne Geschäftsprozesse unerlässlich sind. In einer Welt, in der digitale Grenzen zunehmend geopolitische Realitäten widerspiegeln, ist die Kontrolle über die eigene Zertifikatsinfrastruktur nicht nur eine bewährte Sicherheitsmaßnahme, sondern eine essenzielle Geschäftsstrategie für jedes europäische Unternehmen mit Blick auf die Zukunft. 

Letztendlich beginnt wahre Souveränität damit, die eigene Identität zu kontrollieren.

Im digitalen Bereich sind Ihre Zertifikate genau das: Zertifikate. 

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